47-Jähriger hat gegenüber Wahlamt der Stadt offiziell seine Kandidatur erklärt

Bürgermeisterwahl 2026: Andreas Bosk (parteilos) hat seine Kandidatur als Bürgermeister der Stadt Elze erklärt. (Foto: Münkel)
Elze – Der Wettbewerb um das Elzer Rathaus ist eröffnet. Nachdem Bürgermeister Wolfgang Schurmann schon vor längerer Zeit den Fraktionen mitgeteilt hatte, nicht mehr kandidieren zu wollen, hat jetzt der 47-jährige Elzer Andreas Bosk gegenüber dem Wahlamt der Stadt offiziell seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 erklärt. „Mein Ziel ist eine lebens- und liebenswerte Stadt für alle, ein starker Zusammenhalt und eine lebendige Demokratie“, erklärte er im Anschluss.
Bosk ist parteilos und tritt als Einzelbewerber an, also nicht als Vorschlag einer einzelnen Partei oder Wählergruppe. Dennoch wisse er sich einer breiten Unterstützung sicher, die aus allen demokratischen politischen Lagern und von vielen Akteure aus der Kernstadt und den sechs Ortsteilen komme. Seine Entscheidung für die Kandidatur sei in den vergangenen Monaten gereift, der große Zuspruch aus persönlichen Gesprächen habe nun den Ausschlag gegeben.
„Ich lebe mit meiner Familie gerne in Elze. Aber ich sehe auch viel Potenzial, wie unsere Stadt noch lebens- und liebenswerter werden kann. Nicht nur für einzelne Gruppen, sondern für alle, die hier leben, arbeiten und zu Besuch kommen. Zudem treibt mich die Sorge um unsere Demokratie und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft um. Politik muss den Menschen wieder mehr zuhören, ihre Ängste und Bedürfnisse ernstnehmen und Lösungen erarbeiten. Dazu braucht es Transparenz statt Hinterzimmer, Verantwortung statt Zuständigkeit sowie Miteinander statt Gegeneinander“, beschreibt Bosk seine Motivation.
Der Erfahrungsschatz, den Bosk dabei mit einbringen kann, ist groß. Seine 30-jährige Berufserfahrung umfasst sieben Jahre die Leitung eines Bundestagsbüros, verschiedene Führungsaufgaben in der Wirtschaft sowie – zunächst nebenberuflich und ab 2007 im Hauptberuf – als Selbständiger im Bereich Medien und Kommunikation. Hinzu kommen über 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kommunalpolitik, darunter als Ratsherr einer Samtgemeinde, in der Kirche sowie in Wirtschaftsverbänden. „Ich bringe die notwendigen Fachkenntnisse aus dem Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und Verwaltung mit, habe langjährige Führungserfahrung und stehe für frischen Wind und den Blick über den Tellerrand“, gibt sich Bosk selbstbewusst. Zu seinen größten Stärken zählt er das Zuhören, Mitnehmen und Zusammenbringen von Menschen.
Der gebürtige Hannoveraner hat sich mit seiner Familie vor dreieinhalb Jahren für Elze als neue Heimat entschieden. Mit drei Generationen bewohnt und saniert er seitdem das älteste noch erhaltene Haus in Elze, das seit 1589 allerhand Geschichte und Geschichten erzählen kann. Auch dadurch fühle er sich Elze eng verbunden. Sein Interesse an der Kommunalpolitik dokumentiert Bosk bereits seit mehreren Jahren durch den regelmäßigen Besuch von Ausschuss- und Ratssitzungen sowie Bürgersprechstunden der Parteien. „Es ist schon schade, dort häufig als einziger Bürger zu sitzen und einzubringen. Aber dadurch habe ich bereits ein sehr gutes Gefühl für die Themen in der Saalestadt bekommen“.
Nach seinen Zielen gefragt, ist dem Bürgermeisterkandidaten zunächst wichtig, nicht nur einzelne Gruppen oder Themen in den Mittelpunkt zu stellen. „Eine lebens- und liebenswerte Stadt ist eine Stadt, in der sich alle unsere Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste wohlfühlen können. Damit das gelingt, müssen Kommunalpolitik und Verwaltung jede Entscheidung vorher aus der Perspektive möglichst aller Interessengruppen bedenken.“ Eigene Vorschläge hat er bereits im Juni – noch nicht als Kandidat, sondern als „normaler Bürger“ – mit Rat und Verwaltung geteilt. Nach dem Motto „Mein Elze. Dein Elze. Unser Elze.“ will Bosk das kommende Jahr bis zur Wahl aber nutzen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und zu erarbeiten, was gut für Elze ist. Dabei soll ein gemeinsames „Zukunftsprogramm“ entstehen.
Im Wahlkampf – Bosk rechnet mit zwei bis drei weiteren Einzelbewerbern – möchte er daher vor allem auf das persönliche Gespräch setzen. „Für die meisten ist die Bürgermeisterwahl noch lange hin. Aber viele erwarten zurecht, dass Politik nicht erst ein paar Wochen vor der Wahl das Gespräch sucht“, weiß der Kandidat, der auch bereits auf der Internetseite http://www.elze2026.de über seine Motivation, seine Ziele und seine Erfahrungen informiert. Zu einem „ersten Kennenlernen für alle, die sich bereits jetzt mit der Bürgermeisterwahl beschäftigen wollen oder müssen“, lädt Bosk zudem am Mittwoch, 27. August, um 19 Uhr, in das Unique Bar & Bistro (Bahnhofsstraße 1, Elze) ein. „Einfach vorbeikommen und Interesse mitbringen“, so Bosk.
Quelle: Leine Deister Zeitung, 13.08.205
